Die "Declaration of Independence" in Europa (1776–1815)

Autor(en)
Thomas Fröschl
Abstrakt

Der in Philadelphia seit 1775 tagende Zweite Kontinentalkongress veröffentlichte am 4. Juli 1776 den Beschluss, dass sich 13 nordamerikanische Kolonien von dem englischen Mutterland trennen würden: Die Declaration of Independence. Der (heute weltberühmte) Gründungsakt der USA hatte nicht nur den Zweck, die europäischen Höfe und Staaten über diese Entscheidung zu informieren, sondern sie auch davon zu überzeugen, dass sich die Amerikaner gegen eine ungerechte Herrschaft zur Wehr setzten, keine Rebellen wären und daher auf europäische Unterstützung zählten. Das Dokument wurde nach Europa geschickt, übersetzt und der europäischen Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht. Frankreich erkannte den neuen Staat 1778 an und schloss mit ihm ein Militärbündnis. Nachdem auch Großbritannien im Friedensvertrag von 1783 den früheren Kolonien ihre Unabhängigkeit zugestehen musste, war der Hauptzweck der Erklärung erreicht. In der Zeit der Französischen Revolution und der folgenden Revolutionskriege ging das Interesse der Politik und der Medien in Europa an diesem Dokument merklich zurück, während seine Bedeutung in den USA als zentraler Bezugspunkt der amerikanischen Revolution erst nach 1815 erkannt wurde.

Organisation(en)
Institut für Geschichte
Externe Organisation(en)
Leibniz-Institut für Europäische Geschichte
Journal
Europäische Geschichte Online (EGO)
Anzahl der Seiten
16
Publikationsdatum
07-2014
Peer-reviewed
Ja
ÖFOS 2012
601008 Geschichtswissenschaft, 601005 Europäische Geschichte, 601014 Neuere Geschichte, 506011 Politische Geschichte
Link zum Portal
https://ucrisportal.univie.ac.at/de/publications/8cf96464-5162-4971-b293-bd0d9798fc96